Wie schon mehrfach beschrieben, muss für mich ein Haushaltsbuch mehr leisten, als nur die Auswertung der Vergangenheit. Ich möchte Aussagen über meine zukünftige Liquidität erhalten und zwar nicht nur durch die Verrechnung meiner festen Ausgaben mit meinen Einnahmen, sondern durch exakte Prognosen auf Basis meines Kaufverhaltens.
Darüber hinaus endet das Thema Optimierung der privaten Finanzen nicht beim Erreichen des Auskommen mit dem Einkommen und dem etwaig benötigten Schuldenabbau: Letztlich möchte ich die private (Alters)Vorsorge zum Alltags-Thema machen. Ich möchte, dass wir lernen, über unsere Vorsorge so zu sprechen, wie über unsere Miete oder (mit guten Freunden) über unser Gehalt. Ganz nach dem Motto: “Und, wie viel Vorsorge betreibst du so?”
Jeder von uns zahlt Miete (oder trägt die Kosten seines Eigentums – ganz egal). Wir haben auch alle ein regelmäßiges Einkommen. Dabei ist für uns völlig normal, dass wir unterschiedlich viel verdienen und unterschiedlich viel für unser Zuhause ausgeben. Es geht also scheinbar nicht darum, dass wir uns unterschiedlich viel leisten können. Es geht darum, dass das Thema finanzielle (Alters)Vorsorge schlicht kein Thema ist, mit dem wir uns auseinandersetzen oder worüber wir uns mit anderen, vertrauten Menschen austauschen.
Berechnung der Liquidität
| Liquidität |
= |
feste, laufende Einnahmen (z.B. Gehalt) |
|
+ |
weitere Einnahmen (z.B. Geschenke) |
|
- |
feste, laufende Ausgaben (z.B. Miete) |
|
- |
weitere, wahrscheinliche Ausgaben (z.B. für Lebensmittel) |
|
- |
Betrag für Schuldenabbau |
|
- |
Betrag für die (Alters) Vorsorge |
Der große Vorteil an einem Austausch über dieses Thema besteht meiner Meinung nach darin, dass es für uns normaler und damit einfacher werden wird, uns mit unserer finanziellen Zukunft zu beschäftigen. Durch diese Veränderung könnte der monatliche Beitrag zur privaten Vorsorge ein vergleichbares Gewicht erlangen, wie die Miete oder die Stromrechnung, er könnte so fester Bestandteil unserer Liquiditätsberechnung werden.
Es reicht nicht, keine Schulden zu machen und die Rechnungen zu bezahlen … es reicht erst dann, wenn die finanzielle Absicherung eingeplant ist!